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Barcamp privat-das Format funktioniert auch zu Hause

Die Motivation: gute Gespräche über private Themen

Im beruflichen Umfeld ist es normal, dass Ziele für Meetings allen Teilnehmern klar sind, dass es Moderatoren für Gruppen gibt, dass sich die Leute zu einem Thema treffen, die daran Interesse haben usw.

Nicht so im Privaten. Da plätschert so manche Gesprächsrunde ziellos vor sich hin. Die Gruppe hangelt sich von Thema zu Thema und wenn jemandem was Neues in den Sinn kommt, wird das Thema gewechselt. Das kann ganz entspannend sein. Wirklich gute Gespräche sind so allerdings stark dem Zufall überlassen.

Ich entschloss mich daher, zusammen mit Markus Hanauer das Format „Barcamp“ einfach mal mit Freunden auszuprobieren. Jeder sollte die Themen, die ihn beschäftigen, 45 min lang besprechen dürfen.

Inspiration AgenturCamp

Wir kannten das Format von unserer Teilnahme am AgenturCamp „Agenturen im Aufbruch“ in Frankfurt und Hamburg.  Das schätze ich besonders dafür, dass man von völlig neuen Leuten völlig neue Perspektiven bekommt. Aber wir nutzen inzwischen auch das AgenturCamp inhouse in unserer Agentur Spirit Link, wo es sich als Format für interne Themen etabliert hat. Außerdem haben wir gerade ein AgenturCamp gemeinsam mit unseren Kunden durchgeführt, um unsere Zusammenarbeit zu intensivieren und weiter zu verbessern. Inspiriert davon haben wir die Barcamp-Idee ins Privatleben übertragen. Dabei haben wir exakt das Format genutzt, wie es auch beim AgenturCamp verwendet wird: Sessionboard, Sessions je 45 min., 4 parallele Tracks …

Machen da Leute mit?

Die Resonanz im Freundeskreis war extrem gut. Wir hatten erstaunlich schnell die Zielgröße von 20 Teilnehmern zusammen. Obwohl viele Teilnehmer das Format Barcamp nicht kannten, fanden sie es interessant, mal einen Tag wirklich themenorientiert zu verbringen.

Welche Themen?

Spannend ist natürlich, was für Themen mit Freunden so aufkommen. Erlaubt war hier alles. Von „Wie viel arbeitet ihr wirklich?“, zu „Wie organisiert ihr in der Beziehung Aufgaben zwischen Mann und Frau?“ oder „Ich zeige euch mein Hobby XY“.

Die Renner bei uns waren:

Meine tollste Session war eine, in der ich gelernt habe, mit dem Werkstoff Leder zu arbeiten.

Der Tag selbst

Der Tag lief extrem gut. Die Sessions waren im Nu gesammelt und die Mischung war erstaunlich gut. Wir hatten auch die üblichen Wünsche z. B. am Ende der Session:„Können wir nicht noch weiter reden?“ oder „Ich kann mich nicht zwischen den Sessions entscheiden, können wir das umhängen?“. Und ähnlich wie im beruflichen Barcamp war auch bei uns nach 4 Sessions die Erschöpfung sehr deutlich zu merken.  Die Leute waren ziemlich fertig am Ende.

So war dann auch  die Schlussrunde wirklich schön.
Auch hier kann ich empfehlen: Nach einem privaten Zusammentreffen mal eine Schlussrunde zu machen, ist eine tolle Erfahrung. Allein schon das ist viel wert. Normalerweise gehen ja immer alle einfach heim.

Für Nachahmer

Falls jemand überlegt, das mal selber zu machen, nur zu!
Das wichtigste ist eigentlich der Mut es zu tun. Der Rest ist Handwerksarbeit.

Wirklich gut bei uns war:

Für die Session Vorbereitung außerdem sehr hilfreich war eine kleine Einleitung zu möglichen Themen. Hier ist die Einladung so, wie ich sie geschrieben hatte.

Falls jemand Fragen dazu hat, nur zu: gunther.barcamp@doctown.de

 

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