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Dem Neuen eine Chance geben. Was ich vom AgenturCamp gelernt habe.

Agenturen werden täglich mit Veränderungen konfrontiert. Alles wird komplexer, dynamischer, vielfältiger. Wo sich vorher klare Lösungen abzeichneten, herrscht heute immer öfters Ratlosigkeit. Wer in dynamischen Umfeldern agiert und in ständig wechselnden Situationen nach Antworten sucht, ist auf persönliche Kommunikation und neue Formen der direkten Zusammenarbeit angewiesen. Agiler, iterativer, direkter, konzentrierter, transparenter. Was dabei herauskommt, wenn man mit einem ungewöhnlichen Kommunikationsformat und den richtigen Leuten die Standards und Routinen der Branche durchbricht, hat mich als Initiator und Veranstalter von Deutschlands erstem AgenturCamp echt überrascht – und ganz persönlich darin bestätigt, immer wieder das Neue zu wagen.

Ein kleiner Ausflug ins Silicon Valley

Was befeuert eigentlich die Innovationsflut im Silicon Valley? Was wird in Stanford, bei Google oder Facebook anders gemacht? Christop Keese, einer der Springer Manager die 2013 für sechs Monate das Leben in Palo Alto erkundeten, hat dies in seinem Buch „Silicon Valley – Was aus dem mächtigsten Tal der Welt auf uns zukommt“ herausgearbeitet. Einer der Punkte ist die analoge Arbeitskultur. „Wer nicht am Ort ist, spielt keine Rolle.“

Eine ähnliche Aussage kommt in einem Interview in „brand eins Thema Innovation“ von Frederik G. Pferdt, bei Google Head of Innovation & Creativity Programs. „Ein physischer Ort, an dem Menschen sich treffen und austauschen können, ist trotz aller technischen Möglichkeiten entscheidend. Kreativität wird durch Nähe positiv beeinflusst“. Sein Rezept für Neues enthält Vertrauen, Respekt, Nähe, Offenheit und Transparenz.

Das Kommunikationsformat für Kommunikationsagenturen

In meiner Arbeit als AgenturCoach setze ich genau deshalb auf neue sinnvolle Kommunikationsformate, um meine Kunden schneller und fitter zu machen – von Hackathons und Design Thinking über Zielsprints und World-Café bis Barcamp. Beim Barcamp, auch Unkonferenz genannt, kann jeder Teilnehmer auch Referent sein. Das Programm erstellen die Teilnehmer gemeinsam zum Start. Es ist Dynamik, Offenheit, Augenhöhe, Vielfalt und Inspiration pur – der ideale Rahmen, um viele Menschen einzubinden, unterschiedlichste Meinungen zu hören und vielfältige Ideen zu entwickeln. Bei diesem Format war mir schnell klar, dass es ein enormes Potenzial für die Branche bietet – vor allem für diejenigen Agenturen die den Mut und den Weitblick haben, ihre Gedanken, ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit anderen zu teilen.

Von der Vision zum Praxistest

Mich hat der Gedanke fasziniert, was wohl passiert, wenn offene, mutige und kreative Agenturköpfe aus ganz Deutschland zusammenkommen, um voneinander zu lernen, sich gegenseitig zu inspirieren und gemeinsam Neues zu entwickeln. Das war meine Vision, die schlussendlich dazu geführt hat, ein Barcamp speziell für Kommunikationsagenturen ins Leben zu rufen. Dazu habe ich mir ein Team von Spezialisten ins Boot geholt und gemeinsam haben wir im Januar 2016 das erste AgenturCamp in Frankfurt auf die Beine gestellt. Für uns war das der große Praxistest, ob die Idee der Unkonferenz auch tatsächlich für Agenturen funktioniert. Schließlich wird die Branche ja schon mit Vorträgen, Konferenzen, Tagungen und Seminaren bedient – alles Formate, bei denen man sich nicht in die Karten schauen lässt und die Inhalte vorgegeben sind.

Das AgenturCamp setzt Energien frei

Über 100 Teilnehmer aus der Agenturwelt haben in Frankfurt die neue Plattform AgenturCamp für sich genutzt und in 64 Sessions an zwei Tagen ihre Themen zum Programm gemacht. Mit überraschender Offenheit und wahnsinniger Energie. 80 % davon waren Barcamp-Ersttäter. Ich freue mich, dass bei den nächsten AgenturCamps in Düsseldorf, Hamburg und München viele Wiederholungstäter dabei sind. Sie haben Lust auf mehr bekommen. Und mir geht es genauso. Wenn Sie sich fragen, ob es sich für Sie als vielbeschäftigten Agenturmenschen lohnt, zwei Tage Ihrer kostbaren Zeit in ein neues, ungewöhnliches Format zu investieren, hören Sie doch einfach mal auf www.dasagenturcamp.de in die Statements der Teilnehmer rein. Aber ehrlich gesagt: Es ist schwer zu beschreiben. Man muss es erleben.

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