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„New Work schafft Sinn – auch in Hannover“.

Es klingt hip und fühlt sich irgendwie neu an: New Work, das Synonym für eine neue Arbeitswelt. Alles ist hier digitaler, kreativer, effizienter und vor allem menschlicher. So klingt zumindest die gängige sozial-romantische Vorstellung. Die Frage ist: Lässt sich das wirklich realisieren? Und: Ist es überhaupt nötig? Wo stößt dieses nur begrenzt neue Modell an offensichtliche Grenzen?

Als Erstes sollten wir uns bewusst machen: Als Kreativwirtschaft beschäftigt uns New Work vermutlich schon deutlich länger als andere Branchen. Der Grund ist einfach: Wir sind seit jeher von dem Anspruch getrieben, Alltägliches sinngebend zu inszenieren. Gerade wir in der Kreativbranche haben meist ein sehr persönliches Verhältnis zur Arbeit. Wir stecken viel Engagement, private Zeit und Herzblut in unsere Projekte, Ideen und Kampagnen. Wir leisten Überstunden, sind am Wochenende da und geben mehr als nötig, damit unsere Idee gewinnt. Bei uns sind keine „industriellen Räder“ im Dauerbetrieb. Bei uns ist es ganz einfach persönliche Berufung.

Es braucht Transparenz und Fairness, Flexibilität und Kreativität. Es braucht agile Arbeitsansätze, flache Hierarchien und eine offene Atmosphäre. Es braucht ein Team, dass mehr als nur kreuz- und quer denkt.

Julia von Winterfeldt, Digital-Expertin und Change Evangelist, fasst es in ihrer persönlichen Betrachtung sehr passend zusammen und ruft uns auf: „Schafft Orientierung, warum es Euch als Agentur gibt, wofür steht Ihr, was Euer Selbstverständnis ist und auf welche Werte es im Austausch, im Miteinander bei Euch ankommt.“

Im Kern lautet der Anspruch der New Work Bewegung, etwas überspitzt formuliert: Schaffe sinnstiftende Arbeit, die Deine Arbeitnehmer zu besseren Menschen macht. Dieser Anspruch beruht auf der Gewissheit, dass Arbeit mehr als nur ein Vorgang ist und, richtig gestaltet, die ökonomischen Herausforderungen effizient und effektiv abfedern kann. Denn: Immer mehr kommt von immer weniger. Und: Immer schneller. Und besser.

Macht uns unsere Leidenschaft zur Arbeit immun gegen Fachkräftemangel, Kosten- oder Konkurrenzdruck? Ganz sicher nicht. Doch: Es liegt an uns, damit kreativ umzugehen. Es liegt an uns, Transformation frühzeitig zu akzeptieren, sie zu leben und auch unsere Kunden auf diesem Weg zu begleiten. Und es liegt an uns, mit gelebter Kreativität, Sinnhaftigkeit und persönlichem Einsatz aktiv zu gestalten.

Für die gesamte Branche.
Für die tägliche Arbeit.
Für unsere Region –
für den Erfolg.

New Work wird nicht kommen. Es ist schon längst da. Mit dem AgenturCamp New Work Hannover gehen wir konsequent die ersten Schritte auf einem nicht neuen, aber wichtigen Weg. Ich lade Sie herzlich ein, Teil des AgenturCamp Hannovers zu werden. Kommen Sie mit Ihren Fragen und Herausforderungen, starten Sie eine eigene Session und erleben Sie, wie Kollegen gemeinsam mit Ihnen aus Problemen Katalysatoren werden lassen.

Über den Autor: Uwe Berger, geschäftsführender Gesellschafter der B&B. Markenagentur GmbH und Präsident des Marketing Club Hannovers, ist Experte für Markenidentität und -kommunikation und ausgewiesener Kenner der Hannoverschen Marketinglandschaft. Sein besonderes Interesse gilt der Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft, insbesondere im Zeichen der Digitalisierung. Im Vorsitz der LIGA H engagiert er sich für die Qualitätssicherung der lokalen Kommunikationsbranche. Darüber hinaus ist er im IHK-Prüfungsausschuss tätig.

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