Das erste AgenturCamp in Leipzig – Warum das denn?

Vom 10. bis 11. Oktober 2019 findet das AgenturCamp zum ersten Mal in den neuen Bundesländern statt – genauer gesagt in Leipzig. Einer unserer Partner vor Ort ist die Digitalagentur PLUSPOL interactive. Wir haben mit Jörg Brückner, einem der beiden Geschäftsführer, gesprochen, welche Bedeutung das AgenturCamp für die mitteldeutsche Agenturszene hat und wie er zum Thema Kollaboration steht.

Hallo Jörg, warum braucht Leipzig deiner Meinung nach ein AgenturCamp?

In den neuen Bundesländern, Berlin einmal ausgenommen, gibt es bis dato nur sehr wenige hochkarätige Veranstaltungen, die sich speziell an Agenturen richten. Das AgenturCamp in Leipzig ist für mich persönlich deshalb auch ein spannender Lackmustest für die hiesige, aufstrebende Agenturszene. Es bietet eine Plattform, um sich selbstbewusst zu präsentieren und zu zeigen, was man hat.

Leipzig ist eine weltoffene, wirtschaftlich prosperierende Stadt und Handelsmetropole, die für ihre ausgezeichnete Lebensqualität sowie ihre Kultur- und Kreativszene über die Grenzen hinaus bekannt ist. Die positiven Entwicklungen der letzten Jahre sprechen eine deutliche Sprache. Demgegenüber steht, dass die Agenturszene in den neuen Bundesländern vergleichsweise fragmentiert und schwach vernetzt ist. Mit neuen Formaten wie dem AgenturCamp kann sich Leipzig neben Städten wie München, Hamburg und Berlin als attraktiver Standort für Agenturen und IT-Unternehmen sehen lassen. 

Die Resonanz und das Interesse für das Leipziger AgenturCamp sind bis jetzt riesengroß, deshalb freue ich mich, wenn Agenturen aus ganz Deutschland nach Leipzig kommen, um sich zu vernetzen, auszutauschen und voneinander zu lernen. Die Location im neu eröffneten Design Office in der Alten Hauptpost ist in jedem Fall ganz wunderbar gewählt und wer möchte, genießt über das AgenturCamp hinaus ein paar zauberhafte Tage in unserem Klein-Paris.

Was gefällt dir am Format Barcamp?

Ich habe das AgenturCamp 2018 in Hamburg kennen und schätzen gelernt und bin mit einem ganzen Blumenstrauß an Best Practices zu PLUSPOL interactive zurückgekehrt. Bis heute hallt das positiv nach. 

Es war für mich erfrischend, dass dort nicht von „oben herab“ eine bestimmte Haltung gepredigt wurde. Barcamp-üblich werden die Themen von den Teilnehmern selbst gesetzt und sind deshalb von weitaus höherer Relevanz. Das finde ich wunderbar inspirierend. Es ist immer wieder großartig zu sehen, wie offen dieses Format zum Mitgestalten einlädt und welche Dynamiken daraus entstehen können. Im Barcamp sind die Teilnehmer erfahrungsgemäß bereit, auf Augenhöhe großzügig Einblicke in ihre Arbeitsweise und ihre praktischen Erfahrungen zu geben. Auf diese Weise sind der Lerneffekt und der Praxisbezug um ein Vielfaches höher als bei Konferenzen, weil die Geschichten hinter den Geschichten zutage kommen. Nicht nur die reingewaschenen, auf Hochglanz polierten Erfolgsgeschichten, sondern auch das dazugehörige Scheitern und die vielfältigen Pain Points, die es zu bewältigen gilt. 

Wir müssen damit leben, dass es in einer multioptionalen, komplexen Welt nicht um richtig oder falsch geht, sondern um Möglichkeiten und Optionen, die es auszuprobieren gilt. Deshalb halte ich das AgenturCamp für ein gelungenes Format, um sich auszutauschen und inspirieren zu lassen. Mehr Dialog, weniger Monolog!

Wie stehst Du zu dem Thema Kollaboration?

Ein sehr großes Wort und im Zeichen von Digitaler Transformation aus meiner Sicht einer der Schlüsselfaktoren zum Erfolg.

Die Aufmerksamkeit ist dabei sehr häufig nur nach innen gerichtet. Auf Kollaboration im eigenen Unternehmen, auf die Zusammenarbeit in Teams und der Menschen untereinander. Ich weiß von vielen Agenturen, dass das Thema weit oben auf ihrer Agenda steht und dass es große Bemühungen gibt, dahingehend die internen Prozesse zu verbessern. Hier spielen große, agenturrelevante Themen mit rein, u.a. New Work, Wissensmanagement, Digitale Transformation, Agilität. 

In diesem Schatten steht leider oft die Frage, wie es um die Kollaboration mit den Auftraggebern bestellt ist. Wie arbeite ich mit meinen Kunden in Zukunft zusammen? Stehen meine Kunden im Mittelpunkt meines Handelns? Bin ich für meine Kunden Partner, Dienstleister oder gar nur verlängerte Werkbank? Allzu häufig fehlt mir der kundenzentrierte Ansatz in der Arbeitsweise und Unternehmenskultur von Agenturen. Ist das, was wir machen, für unsere Kunden relevant?

Im Sinne einer gelungenen digitalen Transformation von Agenturen sehe ich gegenwärtig enorme Herausforderungen und Potenziale. Agenturen, die in Zukunft am Markt bestehen wollen, brauchen ein ungemein breites und kundenorientiertes Mindset, was sowohl die Zusammenarbeit, Partnerschaft und Organisation mit ihren Kunden als auch ihre internen Prozesse und nicht zuletzt die eigene Unternehmenskultur betrifft. Es gilt, bessere Wege zu finden, neu auszuhandeln, Scheitern auszuhalten und mutig voranzuschreiten.

Ich glaube, dass viele Agenturen im Austausch voneinander lernen und sich gegenseitig inspirieren können. 

Vielen Dank Jörg, dass du deine Ansichten mit uns geteilt hast. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dir, Claudia Schaich und Nicole Arnold. Wird eine Riesensache das 16. AgenturCamp in Leipzig!

Die Leipziger Agentur PLUSPOL interactive entwickelt seit 17 Jahren innovative Web- und Individuallösungen für Mittelständler und Großunternehmen. Zudem begleitet PLUSPOL interactive seine Kunden durch professionelle Beratung auf dem Weg zur digitalen Transformation und bringt als zertifizierter Salesforce-Partner den Vertrieb auf eine neue Ebene.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Wir danken unseren Camp- und Medienpartnern: