Im AgenturCampBlog findest du Beiträge zu allen Themen rund um deine Agentur.
Ein  besonderer Fokus liegt auf folgenden Themen:


Agenturen im Herbst 2021//
Nachgefragt bei: mohr

Interview mit Stefan Mohr, Geschäftsführer mohr.®

Wo stehen die Agenturen nach 1,5 Jahren Corona? Was hat sich verändert? Wo liegen die Herausforderungen? Als Stimmungsbild zum nächsten AgenturCamp in Leipzig stellen wir Agenturen genau diese Fragen. Heute an mohr.®  www.mohr-agentur.de

Für alle, die euch nicht kennen: Was macht die mohr.® GmbH? Wir sind eine junge Agentur für Design und Kommunikation aus Bamberg. Unser Team aus Designern, Web Developern und Online-Redakteuren arbeitet jeden Tag daran, Unternehmen und ihre Produkte aus ganz neuen Perspektiven zu entdecken und in Szene zu setzen. Unser Fokus liegt auf digitalem Marketing – vor allem Webdesign und Social Media – wobei wir gerne auch spannende Printprojekte in unser Portfolio einfließen lassen. Uns liegt besonders an der partnerschaftlichen und langfristigen Zusammenarbeit mit unseren Kunden – egal ob Global Player oder bodenständiger Local.


Was ist heute in der Agentur, nach rund 1,5 Jahren Corona, konkret anders? Der Trend ging bei uns schon länger hin zur 4-Tage-Woche. Im Zuge der Krise haben wir gemerkt, dass das Verständnis für kürzere Arbeitszeiten gewachsen ist. Das haben wir genutzt und die Veränderung durchgezogen. Außerdem haben wir natürlich noch mobiler und digitaler gearbeitet als ohnehin schon. Während wir vor der Pandemie größtenteils in Präsenz gearbeitet haben und nur etwa einen Tag pro Woche im Homeoffice waren, verbringen wir mittlerweile etwa Dreiviertel unserer Arbeitszeit am heimischen Schreibtisch. Da wir von Haus aus sehr digital aufgestellt sind, fiel uns dieser Umstieg glücklicherweise nicht schwer. Vor der Corona-Pandemie hatten wir noch überlegt, größere Räumlichkeiten anzumieten, da wir stark gewachsen sind. Dieser Gedanke erübrigt sich nun durch die Umstrukturierung.


„Zugute kam uns das Verständnis unserer Kunden,
die unsere Umstellung auf eine 4-Tage-Woche
gut aufgenommen haben!
 

Womit seid ihr ganz besonders zufrieden? Worauf seid ihr stolz? Stolz sind wir z.B. darauf, dass wir uns, wie sich gezeigt hat, schon in der Vergangenheit richtig aufgestellt hatten. Wir nutzen seit Jahren verschiedene digitale Tools und alle Mitarbeiter/innen sind von Anfang an mit mobilen Arbeitsgeräten ausgestattet. Somit waren die Grundlagen für die vermehrte Arbeit im Homeoffice bereits geschaffen. Auch der Umstieg auf die 4-Tage-Woche kam nicht über Nacht, sondern wir haben unser Projektmanagement und auch unsere Kunden langsam herangeführt. Ein gutes Projekt- und Personalmanagement ist in meinen Augen der Grundstein einer 4-Tage-Woche. Absolut zugute kam uns hier aber auch das Verständnis unserer Kunden, die sowohl die Corona-Maßnahmen als auch unsere grundsätzliche Umstellung auf eine 4-Tage-Woche gut aufgenommen haben!

Ich persönlich bin besonders stolz auf den Zusammenhalt in unsere Agentur! Alle im Team tragen sowohl die Corona-Maßnahmen als auch die notwendigen strukturellen Veränderungen hinsichtlich unserer 4-Tage-Woche sehr gut mit. Danke dafür!

Alles rund um DasAgenturCamp Leipzig 7./8.10.21

Alles rund um DasAgenturCamp Leipzig 7./8.10.21

#agenturzukunft, Co-Creation, Ablauf, Felix

Welche Fragen beschäftigen euch derzeit? Womit seid ihr noch nicht zufrieden? Aktuell sind erstmal alle unsere Baustellen beseitigt und wir genießen (abwechselnd) die Urlaubszeit. Aber auch wenn wir gerade mit dem Ist-Stand zufrieden sind, werden sich sicherlich bald noch die ein oder anderen Punkte ergeben, an denen wir nachbessern müssen. Und wer weiß schon, wann uns die nächste Idee in den Sinn kommt!?



Fast alle Agenturen arbeiten hybrid. Wie sieht das bei euch konkret aus?
 Wir treffen uns aktuell an einem Tag pro Woche im Büro, in der Regel am Montag zum Wochen-Kickoff. Die übrigen drei Tage arbeiten wir im Homeoffice. Leider ist es in einer 4-Tage-Woche nicht immer ganz einfach, genug Zeit für Termine zu finden. Hier arbeiten wir noch an der richtigen Balance. Kundentermine planen wir aktuell grundsätzlich nur für Dienstag und Mittwoch ein (teils in Präsenz und teils remote), so dass wir uns montags und donnerstags voll auf unsere Projekte konzentrieren können.

Grundsätzlich starten wir unseren Arbeitstag mit einem Daily, also einer kurzen Teambesprechung, um 9 Uhr. Das ist gleichzeitig auch der Beginn unserer Kernarbeitszeit. Ansonsten kann jede/r Mitarbeiter/in sich seinen Arbeitstag flexibel einteilen. Unsere Mitarbeiter/innen loggen nur ihr Kommen, Gehen und Pausen – also keine separaten Projektzeiten. Für die interne Abstimmung und Projektverwaltung nutzen wir in erster Linie die digitalen Tools Slack und Asana.

„Unsere Mitarbeiter/innen loggen
nur ihr Kommen, Gehen und Pausen ein
– also keine separaten Projektzeiten“



Wie wirkt sich hybrides Arbeiten intern und auf eure Kundenbeziehungen aus?
 Unsere Kundenbeziehungen haben sich durch die höhere Akzeptanz digitaler Termine und die damit verbundene höhere Flexibilität vielleicht sogar verbessert, keinesfalls aber verschlechtert. Intern mussten wir uns, wie schon weiter oben beschrieben, nicht nennenswert umstellen – daher hat sich auch unsere Zusammenarbeit kaum verändert.

Wohin geht bei euch die Entwicklung? Wir wollen unsere Flexibilität hinsichtlich Zeit und Ort noch weiter ausbauen, sodass wir beispielsweise auch unterwegs oder im Ausland, gegebenenfalls sogar in anderen Zeitzonen, ideal zusammenarbeiten können.

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Was hat sich in der Zusammenarbeit und der Kommunikation mit euren Kunden verändert?
 Wir sind durch die Herausforderungen, die die Corona-Krise mit sich brachte, noch transparenter geworden. Im Bereich Zeit- und Projektmanagement z.B. haben wir unsere Kunden noch engmaschiger informiert und eingebunden. Somit sind sie noch besser in unsere Prozesse integriert. Das kann natürlich auch nach hinten losgehen. Wir hatten allerdings das Glück, auf viel Verständnis und Akzeptanz zu treffen.

Eine weitere Maßnahme, um die Zusammenarbeit mit unseren Kunden weiter zu vertiefen, bestand darin, wöchentliche bzw. monatliche digitale Jour-fixe-Termine mit maximal 30 Minuten Dauer einzuführen. 

Allgemein kann man sagen, dass wir (abgesehen von Fotoshootings) kaum noch Präsenztermine haben. Durch die Pandemie werden digitale Treffen und Abstimmungen viel besser akzeptiert und angenommen, wodurch beide Seiten zusätzlichen Zeit gewinnen konnten, da Aufwände wie Wegzeiten somit wegfallen.




Wir danken unseren Camp- und Medienpartnern: